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Farbfotografie
Digitale Revolution
Joseph Niepce
 

Die Anfänge

Die Anfänge der Fotografie fallen in jene Zeit, als in der Malerei praktisch alle technischen Probleme zur vollkommenen Wiedergabe der Realität gelöst waren.

Die Perspektive, das Licht- und Schattenspiel, die Anatomie des Menschen, all das war gegen Ende des 19. Jahrhunderts kein grundsätzliches Problem mehr, lediglich den individuellen Fähigkeiten des jeweiligen Künstlers unterworfen. Damit war es praktisch möglich die Natur in ihrer gesamten Vielfalt perfekt abzubilden. Die Perfektion der technischen Möglichkeiten forderte allerdings bald darauf ein Hinausgehen über das bloße Abbild der Natur heraus und führte einerseits in den Impressionismus und andererseits in den Expressionismus.

Die frühe Fotografie war in ihren Möglichkeiten im Vergleich dazu wesentlich eingeschränkter. Extrem lange Belichtungszeiten schlossen bewegte Motive (Menschen, Tiere, Fahrzeuge usw.) weitgehend aus und darüber hinaus war an Farbfotografie nicht zu denken. Das Auflösungsvermögen (Schärfe und Kontrast) konnte bei weitem nicht unseren heutigen Ansprüchen entsprechen. Trotzdem oder gerade deswegen besitzen Fotografien der Frühzeit einen eigentümlichen Reiz.

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Die erste Fotografie der Welt war die Aufnahme des französischen Experimentators Nicéphore Niepce aus dem Jahre 1827. Eine Belichtungszeit von 8 Stunden bedingt, dass die Sonne beide Seiten des Bildes beschien. Die hellen Stellen wurden durch erhärteten Judäa-Asphalt, die dunklen durch Bleiplatte wiedergegeben.

Zu Beginn des 18. Jahrhunderts entdeckten Wissenschafter die Lichtempfindlichkeit der Silbersalze. Entsprechende Beleuchtung färbte Silberchlorid schwarz und mit Ammoniak war ein geeignetes Fixiermittel gefunden. Bald darauf entdeckte man Silberjodid und Silberbromid. Der Chemiestudent T. Wedgewood experimentierte schon 1790 mit lichtempfindlichen Stoffen, mit denen er versuchte, die Bilder der Camera obscura festzuhalten. Obwohl diese Versuche scheiterten, fand Wedgewood eine Methode, Blätter, Insektenflügel u.ä. kameralos abzubilden.

1839 hatte L.J.M. Daguerre das erste praktikable fotografische Verfahren entwickelt, das nach ihm Daguerreotypie genannt wurde.

Daguerrotypie-Kamera

Daguerreotypie-Kamera

Bild- und Textquellen siehe Impressum

 

 
   
Joseph Nicéphore Niépce
(1765 - 1833)
Von ihm stammt die
erste Fotografie der Welt
 
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